Ananas - was die Tropenfrucht alles kann

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Schon lange ist sie bei uns nichts Besonderes mehr - dabei war es damals gar nicht so leicht, die tropische Frucht von weit her nach Europa zu importieren. Die Ananas ist heute aus unseren Supermärkten jedoch nicht mehr wegzudenken. Im folgenden Artikel erfährst du alles Wissenswerte über die Ananas und ihre Vorzüge.

Allgemeine Informationen

Herkunft, Merkmale und Anbau

Heimisch ist die Ananas ursprünglich in Amerika, heute wird sie jedoch weltweit in tropischen Gebieten als Obstbaum angepflanzt. Christoph Kolumbus entdeckte sie bei seiner zweiten Reise am 4. November 1493 auf Guadeloupe. Die Ananas wurde ihm dort als Willkommensgeschenk von der indigenen Bevölkerung überreicht. Das Wort Ananas stammt von der Bezeichnung naná, was in der Guaraní-Sprache soviel wie "Frucht" bedeutet, und dem Zusatz comosus. Das stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "schopfig", was auf den Blattschopf am oberen Ende der Frucht anspielt.

Die Ananas ist eine sehr ausdauernde und krautige Pflanze und stammt aus der Familie der Bromeliengewächse. Die Frucht selber ist interessanterweise ein sogenannter Fruchtverband. Das bedeutet, dass sie sich aus den vielen kleinen Beeren-Früchten des Fruchtstandes, der Fruchtstandsachse und dem Blattschopf zusammensetzt.

Besonders bemerkenswert ist der Stoffwechsel der Pflanze. Sie gehört zu den sogenannten CAM-Pflanzen, d.h.  Pflanzen mit Crassulaceen-Säurestoffwechsel. Hört sich erst einmal sehr kompliziert an, ist aber eigentlich gar nicht so schwer und ein faszinierender Mechanismus. In Trockenperioden öffnet die Pflanze ihre Spaltöffnungen nur nachts und fixiert Kohlenstoffdioxid in Form von Säuren. Unter Tag wird das Kohlenstoffdioxid bei geschlossenen Spaltöffnungen dann wieder freigesetzt und steht damit für die Photosynthese zur Verfügung. Damit kann der Wasserverlust durch Verdunstung reduziert werden.

Große Produzenten der exotischen Frucht sind im Übrigen: Thailand, Costa Rica und Brasilien.

Geschmack

Schon beim Öffnen steigt einem direkt der typische, süßliche Ananasgeruch in die Nase. Die getrocknete Frucht selber schmeckt super fruchtig und intensiv, aber durch die säuerliche Note nicht zu süß. Im Prinzip kann man den Geschmack genau mit der einer reifen, frischen Ananas vergleichen – nur, dass sie natürlich die typische Trockenfrucht-Konsistenz hat.

Ernährungsphysiologie

Ananas ist eine echte Vitamin C Bombe. Mit 19 mg/100 g deckt sie etwa ein Fünftel des empfohlenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen und fördert damit das Immunsystem und eine gute Haut.

Mit ihrem Wassergehalt von circa 85% ist sie sehr erfrischend. In Kombination mit den Ballaststoffen (6,8 g/100 g) und dem enthaltenen Kalium (180 mg/100 g) hat sie beinahe eine harntreibende Wirkung und beugt so Einlagerung von Flüssigkeiten im Gewebe vor. Mit ihrem Magnesium-Gehalt von 17 mg/100 g steht die Ananas auch gar nicht so schlecht da. Magnesium ist unter Anderem für starke Knochen wichtig.

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, frisch):

  • Brennwert (kcal): 59
  • Eiweiß: 0,5 g
  • Kohlenhydrate: 12,4 g
  • Fett: 0,2 g

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, getrocknet):

  • Brennwert (kcal) 287
  • Eiweiß: 2,0 g
  • Kohlenhydrate: 69,3 g
  • Fett: 0,2 g

Was ist eigentlich dran, am Gerücht, dass Ananas den Geschmack von Sperma verbessert? Tatsächlich scheinen die Tropenfrüchte einen als positiv empfundenen Einfluss auf Sperma zu haben. Das liegt allerdings nicht an der Ananas per se, sondern am natürlich enthaltenen Zucker. Demnach entfalten auch andere süße Früchte diese Wirkung.

Und noch was: Warum brennt Ananas beim Essen? Das Brennen beim Verzehr der Frucht kann mehrere Ursachen haben. Zum einen brennen die Früchte wegen des enthaltenen Enzyms Bromelain, das bei reifen Früchten jedoch nur in geringem Ausmaß vorhanden ist. Da es hierzulande allerdings schwierig sein kann, wirklich reife Früchte zu finden, ist das einer der Gründe. Zum anderen kann es allgemein an der Fruchtsäure liegen, die ebenfalls bei unreifen Früchten sehr ausgeprägt ist. Daher unser Tipp: Reife Früchte essen – z.B. unsere vollreif geerntete, getrocknete Ananas.

Verwendung & Rezeptinspiration

Zuerst einmal ein paar Tipps zur Lagerung. Ananas wird am Besten bei Zimmertemperatur gelagert und sollte gelegt werden, damit sie unten nicht anschimmelt. Eine reife und gute Ananas erkennt man an ihrem fruchtigen Geruch. Sie sollte keine weichen Stellen haben, die Blätter sollten frisch und grün sein. Je nach Sorte kann sie gelb, grün, orangegelb oder rötlich sein.

Ein genereller Ratschlag zur Verwendung: sie sollte nach Möglichkeit nicht mit Milchprodukten verzehrt werden, denn durch das Eiweiß spaltende Enzym Bromelain kann ein bitterer Geschmack entstehen.

Jeder hat Ananas wahrscheinlich schon einmal eingesetzt - ob im Obstsalat, frisch aufgeschnitten oder auf der Pizza. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, wie man die Tropenfrucht verwenden kann. Als Trockenobst ist sie wahnsinnig aromatisch und eine gute Alternative für alle, die Rosinen vielleicht nicht so gerne mögen.

Natürlich kann man noch vieles mehr mit der Tropenfrucht zaubern. Sie eignet sich ideal für erfrischende Smoothies, tropische Cocktails und leckere Desserts. Wer das noch nie ausprobiert hat, sollte auch einmal ein Curry mit der exotischen Frucht kochen - sehr zu empfehlen!

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Tags: Wiki, Früchte
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