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🗓 15.08.22 👤 Biggy Le 👌 Einfach

Preisanpassung: KoRo-Produkte werden durchschnittlich 5 % günstiger

Wir ändern wieder die Preise für den Großteil unserer Produkte. Und zwar im Schnitt um minus 5,34 % – es wird also günstiger! Was sich im Detail geändert hat sowie Insights zum technischen und betriebswirtschaftlichen Hintergrund erklären wir Dir in diesem Artikel.

Preisanpassung: KoRo-Produkte werden durchschnittlich 5 % günstiger

Warum passen wir unsere Preise wieder an?

Wir arbeiten stetig daran, neue Produkte in unser Sortiment aufzunehmen. Wir konzentrieren uns aber nicht nur auf neue Produkte, sondern versuchen auch, Dir unser bestehendes Sortiment zu einem besseren Preis anzubieten.

Die Konkurrenz schläft nicht – und der Markt ändert sich dauernd. Um Schritt zu halten, evaluieren wir regelmäßig, wie wir aufgestellt sind und ob wir unsere Preise an den Markt anpassen müssen.

Das ist einer der Gründe für die Preisanpassung. Ein anderer ist unsere neu entwickelte Kalkulationsgrundlage, mit der wir unsere Preise künftig berechnen werden. Darauf gehen wir weiter unten ein – doch jetzt zuerst einmal die Grundlagen der Preisanpassung und Preisberechnung.

Bei welchen Produkten ändert sich der Preis?

Die gute Nachricht zuerst: Bei dieser Preisanpassung haben wir eine durchschnittliche (umsatzgewichtete) Preisänderung von minus 5,34 %.

Es gibt zwar auch Produkte, deren Preis steigt, aber auch welche, deren Preis sinkt. Zum Beispiel sinkt der Preis unserer getrockneten Ananasringe 1 kg von 20,50 € auf 18,00 €. Den Preis unserer beliebten Linsenchips mit Meersalz müssen wir hingegen von 2,00 € auf 2,50 € erhöhen. Im Shop-Durchschnitt errechnet sich dann die erwähnte Preisänderung von rund -5 %

Hier der Überblick ausgewählter Preisänderungen unserer beliebtesten Produkte:

Produkt

Preis vorher

Preis nachher

Prozentuale Veränderung

Bohnen-Erbsen-Mix 1 kg

13,50 €

11,00 €

-18,52%

Ingwershot 200 ml

3,00 €

4,00 €

+33,33%

Mandelkerne Premium 1 kg

14,50 €

16,50 €

+13,79%

Cashewbruch 1 kg

12,00 €

10,50 €

-12,50%

Haselnussmus 500 g

10,00 €

10,50 €

+5,00%

Dattel Haselnuss Creme 500 g

11,50 €

10,00 €

-13,04%

 

Entsprechend unseres Transparenz-Anspruchs, kannst Du den Preisverlauf bei jedem Produkt unter dem Reiter “Preisentwicklung” nachverfolgen.

Preishistorie-2

Wichtige Grundlagen bei der Preisbestimmung

 Graph_01_Begriffe

 

Wie hat sich unsere Preiskalkulation geändert?

Wir haben Dir bereits letztes Jahr einen kleinen Einblick in unsere Kalkulation gegeben. Wenn Du den Artikel noch nicht kennst, kannst Du ihn hier nachlesen (https://www.korodrogerie.de/food-journal/news/preisaenderung-bei-koro-was-steckt-dahinter).

Das Prinzip mit der Mindestmarge und den Verkaufspreisen der Konkurrenz hat sich im Grunde nicht verändert. Hier noch einmal zusammengefasst:

Die Preisuntergrenze berechnen wir mit unserer Mindestmarge und dem Einkaufspreis. Die Formel lautet:

Formel-1

Diese Preisuntergrenze vergleichen wir dann mit dem Preis des günstigsten Mitbewerbers. Ist die Konkurrenz günstiger als unsere Preisuntergrenze, dann ist unser Preis gleich der Preisuntergrenze. Ist die Konkurrenz teurer als unsere Preisuntergrenze, wählen wir einen Preis, der unter dem der Konkurrenz liegt.

Formel-2

(PU = Preisuntergrenze; GK = günstigster Konkurrenzpreis)

 

Alte Kalkulation vs. neue Kalkulation

Kommen wir nun zu den Unterschieden zwischen alter und neuer Berechnungsgrundlage unserer Produktpreise.

1.      Mindestmarge/Preisuntergrenze: In der alten Kalkulation hatten wir eine „starre“ Mindestmarge. Produkte mit einem Einkaufspreis von unter 10 € mussten eine Mindestmarge von 60 % haben. Produkte mit einem Einkaufspreis zwischen 10 € und 20 € eine Mindestmarge von 45 % usw. 

Keine optimale Herangehensweise. Deshalb haben wir uns eine Formel überlegt, wie wir die Mindestmarge kalkulieren können, sodass diese eine fließende Abstufung gewährleistet. Diese Formel sieht nun so aus:

Formel-3

Wobei a, b und c frei gewählt werden können. Je nachdem wie man die Werte wählt, ändert sich der Verlauf der Kurve. 

Der Wert für a gibt an, wo die Kurve startet, ein realistischer Wert für uns wäre hier zwischen 0,5 und 1,5. b gibt an, wie steil die Kurve zu Beginn (im Bereich 1 € - 10 €) ist. Bei Werten unter 0 ist die Kurve steil, bei größeren Werten wird sie immer flacher. Für uns ist ein realistischer Wert zwischen 0,5 und 3. Auch c ist relevant für den Fall der Kurve. Hier sollten ein Wert zwischen -1 und 0 gewählt werden. Je größer der Wert, desto schneller flacht die Kurve ab. 

Wie wählt man also die Parameter? Hilfreich ist sich zu Beginn ca. 10 Produkte auszusuchen und zu überlegen, welche Mindestmarge man für diese Produkte will. Dann probiert man mit den Parametern ein bisschen rum, bis man eine Kurve gefunden hat, die ungefähr die Mindestmarge ausgibt für die Produkte, die man sich überlegt hat. Danach ist es ein feinadjustieren der Werte.

In der Grafik unten haben wir die Werte 

a = 0,9    ,    b=1,48    ,    c= -0,3 

gewählt. (Die Werte in der Grafik sind Beispielwerte!)

Margenverlauf

Du siehst, dass Produkte mit einem Einkaufspreis von unter 2 € mit der neuen Formel eine deutlich höhere Mindestmarge haben als noch mit der alten Kalkulation. Diese hohe Marge dient zum größten Teil als Puffer, um Nebenkosten wie Transport und Versand abzudecken. Diese Kosten fallen bei sehr günstigen Produkten deutlich mehr ins Gewicht als bei teuren Produkten.

Bei einem Einkaufspreis zwischen 2–10 € hingegen haben wir mit der neuen Kalkulation eine niedrigere Mindestmarge als vorher. Das sieht man besonders gut an der großen Differenz bei einem Einkaufspreis von 9 €. Laut alter Kalkulation hätten wir eine Mindestmarge von 60 %; mit der neuen Kalkulation sind es rund 15 % weniger. Mit einer geringeren Mindestmarge sind wir deutlich flexibler, um mit der Konkurrenz mitzuhalten und können dir einen attraktiven Preis bieten.

 

2.    Konkurrenz: Nach der alten Kalkulation haben wir immer einen Abschlag von 10 % gewählt. 10 % sind oft jedoch nicht viel Unterschied – und wir wollen Dir einen größeren Preisvorteil geben, wenn unsere Marge dies erlaubt.

Daher verkaufen wir ab sofort nicht mehr zum Preis des Konkurrenten abzüglich 10 %, wenn der Verkaufspreis der Konkurrenz höher als unsere Preisuntergrenze ist. Stattdessen berechnen wir die Differenz zwischen dem Konkurrenzpreis und unsere Untergrenze, sondern berechnen die Differenz zwischen dem Preis der Konkurrenz und unserer Untergrenze, multiplizieren diese Differenz um einen Faktor zwischen 0 und 1 und schlagen diese Differenz auf unsere Preisuntergrenze. 

Formel-4

Ein kleiner Faktor bedeutet, dass der zusätzliche Aufschlag relativ klein ist, wodurch Du als Kunde einen größeren Preisvorteil bekommst. Ein größerer Faktor bedeutet, dass unser zusätzlicher Aufschlag größer ist, der Unterschied von unserem Preis zu der der Konkurrenz aber nicht mehr so groß ist.

Hier kommt es ganz auf die Strategie an. Wir wollen Dir einen größeren Preisvorteil bieten und verzichten auf etwas mehr Gewinn und wählen deswegen einen Wert zwischen 0,3 und 0,6. 

In dem Beispiel wählen wir einen Faktor von 0,5.

Graph_02

Das heißt konkret: Wenn unsere Preisuntergrenze z. B. bei 10 € liegt, die Konkurrenz zu 20 € verkauft, dann verkaufen wir nicht mehr (laut alter Kalkulation) zu 18 €, sondern zu 15 €. 

Wir haben dann zwar eine niedrigere Marge, können Dir aber günstigere Produkte bieten.

Zusammengefasst gilt folgende Formel zur Ermittlung des Preises:

 Formel-5

Hier hast Du die Möglichkeit andere Parameter auszuwählen und Dir anzuschauen, wie sich der Verlauf der Funktion für die Mindestmarge sich ändert. Außerdem hast Du dort die Möglichkeit anhand von einigen Beispielprodukten und Beispielwerten zu sehen, wie sich die Kalkulation ändert, wenn Du die Parameter änderst, andere Konkurrenten einträgst oder den Einkaufspreis änderst.

 

Wieso werden manche Produkte teurer und andere günstiger?

In die Kalkulation für einen Preis gehen mehrere Faktoren ein, die sich seit der letzten Preisanpassung geändert haben können. 

Graph_02_V2

Da haben wir zum einen unseren Einkaufspreis. Wir sind im letzten Jahr sehr stark gewachsen, wodurch wir höhere Abnahmemengen bei unseren Lieferanten hatten und teils bessere Einkaufskonditionen verhandeln konnten. Diesen Einkaufsvorteil möchten wir an Dich weitergeben.

Durch Corona ist aber auch genau das Umgekehrte passiert. Viele Lieferanten hatten Engpässe und konnte uns nicht beliefern. Dadurch mussten wir auf andere Lieferanten ausweichen, die wiederum schlechtere Einkaufskonditionen haben, wodurch der Verkaufspreis dann gestiegen ist.

Ein weiterer Faktor ist die neue Kalkulation, die wir bereits erläutert haben. Diese hat zur Folge, dass einige Produkte, die vorher evtl. zu knapp kalkuliert wurden, jetzt mehr Puffer erhalten. Dadurch gewährleisten wir, dass wir mit den Produkten keine Verluste machen. Dies betrifft zum Großteil Produkte mit einem Einkaufswert von unter 5 €.

Auch die Konkurrenz spielt eine wichtige Rolle. Wenn die Konkurrenz ihre Preise stark senkt, versuchen wir mitzuziehen und unsere Preise ebenfalls zu senken.

Es kann auch sein, dass die Preise der Konkurrenz sich gar nicht stark geändert haben, wir durch die neue Kalkulation Dir aber einen größeren Preisvorteil geben wollen und den Preis daher senken.

Du siehst: Es gibt nicht nur einen Grund für die Änderung der Preise, sondern vielmehr ist es ein Zusammenspiel zahlreicher Faktoren, die letztendlich zur Preisanpassung führen.

 

Wir hoffen, dass wir Dir einen Einblick in unsere Preisgestaltung geben konnten! Teile Dein Feedback gerne in den Kommentaren.

 

P.S.: hier der Artikel als PDF!

 

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