Lächelnde junge Frau mit schulterlangem braunem Haar vor rosa Hintergrund, trägt ein weißes T-Shirt unter einem blauen Jeanswesten-Outfit mit gemustertem Kleid darunter.
Denise Wasem
30.09.26

Transparenz per Klick: Das ist FoodRoots

Du willst wissen, woher KoRo-Produkte kommen? Dann halte schon mal Daumen und Zeigefinger bereit: Wir zoomen ab sofort gemeinsam ran! Statt bei Angaben wie Kontinent oder Land zu stoppen, wollen wir den Pin, wenn möglich, genau dort setzen, wo sich Felder, Farmen und Fabriken befinden. Warum? Weil in der Lebensmittelbranche in puncto Herkunft leider noch viel zu oft im Dunkeln getappt wird. Wir sind selbst noch lange nicht am Ziel, machen mit unserer neuen Transparenz-Software FoodRoots aber jetzt den ersten sichtbaren Schritt: Auf ausgewählten Produktseiten kannst Du ab sofort die Reise und einzelne Stationen Deiner Snacks nachverfolgen. Bevor Du Dich auf Deine erste digitale Entdeckungstour begibst, erfährst Du hier, was dahintersteckt, wo Du das Feature findest und wie es funktioniert.

Zwei Personen gehen rückwärts gerichtet durch eine dichte, grüne Plantage. Der Mann trägt ein grünes Polo-Shirt mit der Aufschrift „SAY NO TO CHILD LABOUR“, die Frau ein schwarzes T-Shirt und eine gelbe Hose.

Das große Ganze: Warum wir genauer hinschauen

Mal ehrlich: Wie oft schaust Du beim frischen Obst und Gemüse auf das Herkunftsetikett? Und wie oft drehst Du im Vergleich dazu die Müslipackung oder das Glas Nussmus um, um zu erfahren, woher die Zutaten genau stammen? Wir schätzen, die Antwort sieht bei den meisten ziemlich ähnlich aus: Bei verarbeiteten Lebensmitteln schauen wir viel seltener hin. Würdest Du es aber tun, merkst Du schnell, wie schwer es ist, den genauen Ursprung zurückzuverfolgen. 

Wenig Transparenz in der Lebensmittelindustrie

Das liegt vor allem daran, dass viele Unternehmen – und da nehmen wir uns bei KoRo keineswegs raus – ihre eigenen Lieferketten bisher stellenweise selbst nur bis zum ersten Verarbeiter kennen, aber nicht lückenlos bis zu den Feldern vor Ort. 

Das Problem daran: Genau in dieser Unwissenheit und Intransparenz bleiben unfaire Arbeits- und Anbaubedingungen bei einigen Rohstoffen viel zu oft unentdeckt. Wenn niemand hinschaut, wird auch nichts verändert.

Auch für uns ist die lückenlose Rückverfolgbarkeit ein Prozess, der Zeit braucht. Da Transparenz zu unseren zentralen Grundwerten zählt, gehen wir diesen Weg aber ganz konkret an. 

Ein Mann in einem orangefarbenen Polo-Shirt spricht mitten in einer Plantage zu einer Gruppe von vier Frauen, die ihm aufmerksam zuhören.

Was steckt hinter FoodRoots?

FoodRoots macht den ersten Schritt, indem es die einzelnen Stationen ausgewählter KoRo-Produkte für Dich sichtbar und nachvollziehbar macht. Schließlich hilft Dir genau das dabei, informierte Entscheidungen zu treffen und ganz genau zu wissen, was letztendlich in Deiner Snackschublade landet.

Was Dich erwartet:

  • Produktreise: Verfolge die einzelnen Stationen der Lieferkette Schritt für Schritt mit Ortsangabe, Fotos und einer Kurzbeschreibung zur jeweiligen Verarbeitungsstufe.
  • Bezahlung: Bei vereinzelten Produkten, zum Beispiel unseren Kakaofrucht-Flocken, können wir sogar Angaben zu den Zahlungen liefern. Bei der Übergabe der Ernte erhalten die Farmer:innen ihr Geld direkt per Mobile Money. Die Zahlung wird dann über Blockchain registriert. Das ist deutlich schneller als verzögerte Saisonprämien und hilft den Farmer:innen vor Ort, besser mit ihrem Geld zu planen und es beispielsweise in zukünftige Ernten zu investieren.
Screenshot der KoRo-Webseite für „Getrocknete Kakaofruchtflocken“ mit Statistiken zur Kooperation mit Koa (z. B. 4.757 Farmer:innen) und einer Landkarte von Ghana, die verschiedene Standorte der Farmgemeinden zeigt.

So nutzt Du das Tool auf unserer Website

Du möchtest direkt auf Entdeckungsreise gehen? Nichts leichter als das! So navigierst Du Dich durch die Lieferkette:

  1. Produktseite öffnen: Gehe auf eine der ausgewählten Produktseiten (z. B. unsere Kakaofrucht-Flocken).
  2. Karte anklicken: In der rechten Spalte unter den Produktinfos findest Du das Vorschaufenster der Herkunftskarte. Ein Klick darauf öffnet das interaktive Pop-up.
  3. Durch die Stationen klicken: Oben rechts im Fenster siehst Du Zahlen (1, 2, 3...). Klicke Dich Schritt für Schritt durch die einzelnen Lieferketten-Stufen, von der Ernte bis zum Transport. Zu jeder Station findest Du ein Foto und eine Kurzbeschreibung.
  4. Zertifizierungen & Standards: Lieferanten können konkrete Nachweise über ihre Standards hinterlegen. Wenn Du Dich durch die einzelnen Stationen klickst, kannst Du die jeweiligen Zertifikate – zum Beispiel für Bio, Fairtrade oder B Corp – direkt anwählen, mehr über die Hintergründe erfahren und danach ganz entspannt mit Deiner Reise weitermachen. Alle Angaben werden dafür über gültige Dokumente lückenlos belegt.
  5. Zahlungen entdecken: Wo verfügbar, kannst Du im Menü links zwischen der „Produktreise“ und der Sektion „Bezahlung“ wechseln, um Zahlungsdaten sowie mehr Informationen zu den Farmer:innen einzusehen.

Die Detailtiefe wird sich je nach Produkt unterscheiden. Wo uns genaue Daten vorliegen, listen wir die einzelnen Farmen auf, ansonsten zeigen wir transparent die Region. 

Screenshot einer Produktseite von KoRo für „Getrocknete Kakaofrucht-Flocken | 250 g“ mit Produktbeschreibung, Nährwerttabelle und Herkunftsangaben inklusive interaktiver Karte.

Kakao neu gedacht: Unsere Partnerschaft mit Koa

So ein Projekt geht natürlich nicht allein. Dürfen wir vorstellen? Koa. Das Food-Impact-Unternehmen ist für uns der ideale Partner, wenn es um konsequente Transparenz geht. Seit der Gründung 2017 hat Koa in Ghana bereits über 5.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ein Zusatzeinkommen ermöglicht, mehr als 2.000 Tonnen Kakaofruchtfleisch gerettet und knapp eine Million Euro direkt an die Farmer:innen ausgezahlt. Wir bei KoRo steuern dazu nun die passenden Abnahmegarantien und Vertriebswege bei.

Gruppenfoto einer bunten, etwa zwanzigköpfigen Gruppe vor einer großflächig bemalten Wand (Mural). Das Wandbild im Hintergrund zeigt Illustrationen von Kakaopflanzen sowie die Portraits einer Frau und eines Mannes mit Strohhut. Die Personen in der Gruppe tragen zum Teil farbenfrohe T-Shirts (u. a. in Gelb, Orange und Blau) mit Aufschriften wie „Koa“ und winken oder lächeln in die Kamera.

Vom Nebenprodukt zur Innovation

Warum Koa so innovativ ist? Sie nutzen ein bisher ignoriertes Naturprodukt. Nach der Kakaoernte werden die Bohnen aus der Frucht entnommen. Das weiße, süß-fruchtige Fruchtfleisch drumherum blieb früher weitgehend ungenutzt: Ein kleiner Teil diente der Fermentation, der große Überschuss verrottete einfach. Koa verwertet genau dieses Fruchtfleisch! 

Das Ergebnis:

  • Zusätzliches Einkommen: Für die Farmer:innen entsteht aus einem ehemaligen Abfallprodukt eine völlig neue Einnahmequelle aus derselben Ernte – ganz ohne Mehrflächenanbau.
  • Nutzung statt Verlust: Ein bisher weitgehend ungenutzter Teil der Kakaofrucht wird weiterverarbeitet.

Pilot-Produkt: Kakaofrucht-Flocken

Die Kakaofrucht-Flocken von Koa sind das allererste Produkt aus dieser Partnerschaft, das auch bei uns einziehen darf und mit FoodRoots ausgestattet wird. Da Koa bereits intensiv mit der Datenplattform arbeitet, lagen uns hier bereits besonders viele Daten vor.

Nahaufnahme von hellbraunen, feingehackten Kakaofruchtflocken, die flächendeckend verteilt sind.

Wohin die Reise mit FoodRoots geht

Wir haben Dir doch gesagt, wir zoomen ran. Mit FoodRoots können wir aus vagen Ländereckdaten nachvollziehbare Stationen machen und so einen Beitrag zu mehr Transparenz in der Lebensmittelindustrie leisten. Klar ist aber auch: Eine lückenlose Einsicht für Hunderte von Produkten baut man natürlich nicht über Nacht auf. Aufgrund der Komplexität und der benötigten Datenmenge ist das für KoRo ein langfristiger Weg, den wir Schritt für Schritt gehen. Wir evaluieren Umfang und Detailtiefe fortlaufend und planen aktuell den schrittweisen Roll-out auf weitere Produkte.

Und jetzt bist Du an der Reihe: Hüpfe rüber zur Produktseite der Kakaofrucht-Flocken, klicke Dich durch die Karte und erkunde die einzelnen Stationen der Lieferkette. Viel Freude beim (digitalen) Abenteuer und natürlich beim anschließenden Genießen!

Lächelnde junge Frau mit schulterlangem braunem Haar vor rosa Hintergrund, trägt ein weißes T-Shirt unter einem blauen Jeanswesten-Outfit mit gemustertem Kleid darunter.
Denise Wasem

Content & Copywriting DACH

Ist man ein Foodie, obwohl man nur eine Handvoll Gerichte kocht? Die Antwort ist: Ja, aber sowas von! Denise leidet unter dem (selbst diagnostizierten) Current-Food-Obsession-Syndrom. Ob Gemüse-Curry, Sticky Tofu, Spinat-Feta-Risotto oder Caprese-Wraps – wenn ihr etwas schmeckt, dann müssen die Zutaten dafür immer im Kühlschrank sein. Doch so wenig sich auch manchmal auf ihrem eigenen Teller tut, desto mehr muss darüber hinaus passieren. It’s all about the balance! Die Junior Content Managerin ist stets neugierig und liebt es, sich in die Sortimentsvielfalt von KoRo zu vertiefen, um für Dich spielerische Produkttexte zu verfassen oder spannende Themen für den KoRo-Blog zu entwerfen.

Abgesehen davon hat Denise ihren Bachelor in „Fashion Journalism & Communication“ gemacht. Mode war’s dann aber irgendwie doch nicht, sodass Fashion kurzerhand zu Food wurde. Die Konstante in ihrem Leben: die Leidenschaft fürs Schreiben! Wenn sie nicht gerade das nächste Notizbuch füllt, schlendert sie – etwas länger als „nötig“ – durch Supermärkte, schlürft Kaffee, verliert sich in Büchern, häkelt ihre nächsten Pinterest-Entdeckung oder durchforstet Berlins Second-Hand-Läden.

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